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giannis d.wreck
Im April 1983 lädt die Giannis D. Holzbohlen im kroatischen Hafen Rijeka. Ein Teil der Ladung war für die Saudiarabische Hafenstadt Jeddah bestimmt, für die restliche Fracht war Hodeidah an der Küste von Jemen der Bestimmungsort. Es war ein schöner Frühlingsmorgen, als der Kapitän die Anweisung gab „ Leinen los“ und der Lotse manövrierte das Schiff in die Adria, bevor er kurze Zeit später von Bord ging.
giannis d.wreck
Die Reise durch die azurblauen Gewässer der Adria und später durch das Mittelmeer war ereignislos und das Boot stand unter dem Kommando des verantwortlichen Offiziers. Der Frachter lag gut in der Zeit, als er Port Said erreichte, zu diesem Zeitpunkt übernahm der Kapitän wieder die Kontrolle.
Wie in jedem anderen Land, führten auch die ägyptischen Behörden eine Anzahl von Routinekontrollen und Überprüfungen durch. Zu dieser Zeit galten diese Kontrollen vor allem dem Zweck, Feinde oder ins Land geschmuggelt Waffen zu eliminieren. All diese Prüfungen nahmen eine relativ lange Zeit in Anspruch, aber letztendlich war es der Giannis D. erlaubt, ihre Reise durch den Kanal von Suez fortzusetzen. In der Bucht von Suez angekommen, hielt der Frachter erneut an, um den Lotsen von Bord zu lassen. Für die Giannis D begann jetzt eine Reise durch einige der anspruchvollsten und unberechenbarsten Gewässer der Welt.
Die Giannis D. befand sich jetzt im oberen Bereich des Golfes von Suez, einer langen, engen Wasserstrasse, welche mit Riffen und kleinen Inseln übersät ist. Die Inseln sind gut sichtbar, aber die Riffe kann man unter der Wasseroberfläche nur erahnen und sind schon so manchem unvorsichtigem Kapitän zum Verhängnis geworden.
Der Kapitän der Giannis D. war erfahren in diesen Gewässern und hatte Vertrauen genug, um seinem Junior Kapitän die schwierige Navigation zu überlassen. Er setzte den normalen Kurs und überprüfte alle Komponenten und Einstellungen bevor er die Brücke verließ.
Beim Erreichen der Strasse von Gubal, als sich die Küste des Sinai weiter östlich erstreckte und sich das ägyptische Festland sogar in noch größerer Entfernung westlich befand, war der Kapitän beruhigt, denn nun, so glaubte er, war die gefährlichste Strecke der Passage überwunden und er könne sich etwas entspannen - Was für ein schrecklicher Irrtum, am 19.04.1983 sank der Holzfrachter nach Kollision mit dem Riff in Abu Nuhas.
 
       
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